Am 12. November 1954 war in der „New York Times“ über Otto Edelmanns Hans Sachs zu lesen: „Der Sachs des Herrn Edelmann ist eine absolut ursprüngliche Leistung, die jedoch nur in persönlicher Ausdrucksfähigkeit und Beredsamkeit von der großen Tradition dieser Partie abweicht. Er ist der menschlichste Sachs, den wir je gesehen haben, und einer der talentiertesten und interessantesten Sänger, der diese Rolle in den letzten Jahrzehnten an der Metropolitan Opera gesungen hat. Jede Szene war fesselnd und ergreifend. Die Stimme ist prachtvoll männlich und ungestüm mit einem warmen Timbre, dass der Sänger wundervoll zu modulieren versteht. Seine deutsche Aussprache ist für einen Nichtdeutschen, der die Sprache nur oberflächlich kennt, bemerkenswert in ihrer Klarheit. Welche Bedeutsamkeit in der Deklamation und Herzlichkeit, trotzdem ist alles gesungen und nicht nur deklamiert. Man ist versucht, Szene nach Szene zu beschrieben, besonders nachdrücklich im zweiten Akt die Szene mit Eva, die Szene mit Walther in der Komposition des Preisliedes und die meisterliche Komödie zwischen Sachs und Beckmesser in der Schusterstube. Diese Vorstellung von ‚Meistersinger’ wird in ihrer Beredsamkeit, ihrem noblen Geist und den Leistungen der Sänger in der Geschichte der Metropolitan Opera New York noch lange herausragen.“ |
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